NEELA SONNTAG IST STUDIERENDE DES MONATS OKTOBER IN BREMEN

Veröffentlicht am: 15 Oktober 2020

Name: Neela Sonntag
Alter: bald 22
Semester: 7
Lieblingsfach: Editorial Design
digital oder analog: Kombination aus beidem

Du hattest einen Nebenjob im Designbereich, hast du irgendwelche Tipps oder Ratschläge für Studis, die auch gerade einen suchen?

Ich habe bereits in mehreren Marketingabteilungen verschiedener Unternehmen gearbeitet und konnte dort sehr viel mitnehmen. Ich kann es jedem empfehlen, der neben dem Studium Zeit dafür hat. Auch wenn unser Studiengang bereits sehr praxisorientiert ist, bekommt man in einem Büro unter Kollegen ganz neue Eindrücke mit auf den Weg. Ich konnte dort lernen, wie Andere an Projekte herangehen, wie man sich in Kundengesprächen verhält oder auch in welchem Arbeitsklima ich zukünftig arbeiten möchte. Die Aufgaben in den Nebenjobs konnten meine Uni Aufgaben häufig gut ergänzen, gleichzeitig konnte ich Gelerntes aus dem Studium bei der Arbeit anwenden.

Hast du bei deinen Projekten immer ein Thema was sich als roter Faden durch dein Studium zieht?

Ja definitiv. Sowohl Leute aus meinem nahen Umfeld als auch ich selbst sind in der Bio Branche tätig. Dadurch stand für mich relativ schnell fest, dass mein zukünftiger Beruf sowohl die Umwelt als auch das Design umfassen soll. Um später ein Portfolio mit beiden Thematiken vorzeigen zu können, habe ich bereits ab dem dritten Semester Inhalte wie Plastikverschmutzung, Recycling oder Artensterben aufgegriffen. Meine Bachelorarbeit, an der ich momentan arbeite, thematisiert das Aussterben von altem Saatgut. Mir ist es wichtig, mit meinem Design nicht nur Inhalte zu kommunizieren, sondern insbesondere auch, WELCHE Inhalte ich kommuniziere. Ich denke, wir tragen alle ein Stück Verantwortung, mit dem, was wir gestalten, daher ist der Inhalt genauso relevant wie das Design.

Nach fast sieben Semestern, was war dein Lieblingsfach und mit welchem Fach konntest du dich nicht so anfreunden?

Ich hatte eindeutig mehrere Lieblingsfächer. Corporate Design, Screendesign und auch 3D Design haben mir besonders gefallen, weil dort ganz neue Themenbereiche und Endprodukte entstanden sind, die in anderen Fächern in dieser Form nicht vorkamen. After Effects und Premiere Pro waren Programme, denen ich zunächst nur wenig abgewinnen konnte. Insgesamt hatte jedoch jedes Fach Inhalte, die mir zusagten, daher finde ich es schwierig, zwischen den Fächern abzuwägen. Solange ich typografisch oder illustrativ arbeiten konnte, hat mir das Fach eigentlich Spaß gemacht. Letztendlich ist auch After Effects ein Programm geworden, mit dem ich gerne arbeite.

Hat sich aufgrund des Studiums etwas in deinem Leben verändert?

Meine Meinung gegenüber Werbung, Logos oder auch nur einem einzelnen Schriftzug hat sich sehr verändert. Zu Beginn des Studiums konnte ich gerade einmal eine Serifenschrift von einer Grotesk unterscheiden. Mittlerweile bin ich sehr penibel bei der Auswahl von Schriften und weiß, wann ich welche Schrift aus bestimmten Gründen einsetze. Wenn ich Plakate an Bushaltestellen sehe oder das Logo einer Firma auf einem Brief, bilde ich mir automatisch eine Meinung dazu und überlege, was ich anders gelöst hätte oder gut daran finde. Seit dem Studium spielt Design in meinem alltäglichen Leben eine ganz große Rolle, sowohl privat als auch geschäftlich.

Ratschläge für die neuen Erstis?

Wenn es um Semesterarbeiten geht, die über einen längeren Zeitraum laufen, dann sucht euch Themen, die euch Spaß machen und motivieren. Ganz Automatisch entwickelt man dadurch einen eigenen Stil und findet heraus, wie man Themen zu kommunizieren hat.
Ab dem dritten Semester fangen die ersten großen Projekte an. Wenn ihr schon wisst, in welchem Bereich ihr später arbeiten wollt, versucht die Aufgaben demnach anzupassen. Natürlich sollte das Portfolio trotz dessen sehr vielseitig sein und möglichst viele Facetten von euch zeigen.
Zeitmanagement! Es ist sehr wichtig, den Überblick zu behalten, und das gelingt nur durch strukturiertes und durchdachtes Arbeiten. Ich habe immer versucht, alle Projekte vorzeitig fertig zu stellen, um Probleme vorzubeugen. Spätestens bei den großen Semesterprojekten kommen weitere Akteure ins Spiel wie die Druckerei oder die Post, die dir deine fertigen Produkte zustellt. Um Eventualitäten wie Druckprobleme vorzubeugen, sollte man Zeit für sowas einplanen. Außerdem habe ich lieber jeden Tag ein bisschen erledigt, als den Stress zu bekommen, am letzten Tag alles abzuarbeiten. Nur so konnte ich es mir ermöglichen, verhältnismäßig stressfrei durch die Semester zu kommen.
Außerdem habe ich die ersten Semesterferien dazu genutzt, Praktika in verschiedenen Bereichen zu absolvieren. Man bekommt in kürzester Zeit interessante Einblicke und ganz nebenbei wird ein Praktikum manchmal auch vergütet. Falls man also keine Zeit für einen Nebenjob hat, oder bereits einen Nebenjob in einer ganz anderen Branche tätigt, kann ich ein Praktikum sehr empfehlen!

Wie schaffst du es dich zu motivieren, wenn du mal ein Tief hast?

Zunächst versuche ich direkt zu Beginn der Projektvergabe ein Tief vorzubeugen. Ich habe immer versucht, trotz vieler Anforderungen der Dozenten mein eigenes Projekt daraus zu machen. Wenn beispielsweise ein Magazin gestaltet werden sollte, habe ich mir Inhalte gesucht, die mich interessieren, und über die ich mehr erfahren wollte. So bin ich immer motiviert geblieben. Wenn ich dann doch mal in einem Tief stecke, lege ich die Aufgabe zur Seite und beschäftige mich mit anderen Arbeiten. Meist bringt mich das auf neue Ideen und hilft mir, neue Motivation zu sammeln. Auch solche Tiefs plane ich in meinen Zeitplan mit ein, sodass ich nicht in Schwierigkeiten gerate.

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Autor: Neela & Annika

Neela & Annika

Moin, wir sind Annika und Neela, das neue PR- Team für den Standort Bremen. Aktuell sind wir im 5. Semester. Nebenbei sind wir dafür zuständig euch über alle aktuellen News und Events zu informieren, sowohl hier als auch auf Instagram (@kwbremen) und Facebook der KW Bremen.

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