Miriam Wagner ist Studierende des Monats September

Veröffentlicht am: 1 September 2013

Miriam Wagner

(Text aus dem Video übernommen)
Interview: Christian Friedrich & Julian Behrenbeck
Kamera: Julian Behrenbeck & Miriam Wagner
Videoschnitt und Ton: Alexander Springer

Mia:
Hi, mein Name ist Mia. Ich bin 25 Jahre alt und ihr seid gerade hier bei mir in Marienthal in meiner schönen Wohnung und ja, ich studiere im Abschlusssemester an der Kunstschule Wandsbek, welches jetzt leider in Kürze endet und nun bin ich Student des Monats geworden und wollte euch ein bisschen was über mich erzählen.
“Ich mag Katzen”

Christian/Julian:
Warum sollte man sich deiner Meinung nach für die Kunstschule Wandsbek entscheiden?
Mia:
Für die kw sollte man sich entscheiden, wenn man ein kreativer Mensch ist der für sich schon beschlossen und entschieden hat, dass der kreative Bereich defintiv der Arbeitsbereich ist. Jedoch würde ich auch sagen, es ist zur Orientierung sehr gut. Also, wenn man also nicht genau definieren kann was man genau machen würde oder worin man später beruflich sehr gut oder auch sehr erfolgreich sein würde. Dann würde ich sagen “die kw”. Weil die kw die Möglichkeit bietet, um alles auszuprobieren und man dann nacher eben sagen kann: “ok, das ist es und das ist es eben nicht”

Christian/Julian:
Wie stehst du zu Hamburg?
Mia:
Ich muss es ehrlich gestehen. Ich wollte eigentlich nie nach Hamburg. Ich wollte immer nach Berlin! Letztendlich fand ich aber das Angebot der kunstschule so geil, dass ich gesagt habe “ok, dasfür ziehe ich dann auch nach Hamburg!” Hamburg und ich werden langsam Freunde. Ich hab eigentlich eine echt gute Zeit hier und ich habe echt viele tolle Menschen kennengelernt und derzeit würde es mir echt schwer fallen zu gehen. Muss ich ganz ehrlich sagen! Ja, also es ist so ein bisschen eine Hassliebe gewesen, aber wir freunden uns an und ich fühl mich derzeit auch echt wohl hier.

Christian/Julian:
Warum hast du dich für die kunstschule wandsbek entschieden?
Mia:
Das war eindeutig der soziale Faktor. Ich bin damals zum Tag der offenen Tür gekommen und hab gesehen wie locker die Dozenten drauf waren und eben auch die Schul- und Geschäftsleitung, wie die Leute mit einander umgegangen sind. Also gerade auch die studentischen Angestellten und die Helfer und das hat mir schon sehr gefallen. Zudem dann die Räumlichlkeiten, also ich fands einfach super beeindrucken. Ich komme halt vom Dorf und fands halt super cool im vierten Stock zu stehen und bis in den Hafen gucken zu können und ich dachte so “wenn du nicht irgendwo kreativ sein kannst, dann doch auf jeden Fall hier” Es gibt keinen besseren Ort, dachte ich mir.

Christian/Julian:
Wie nehmen dich deine Freunde wahr?
Mia:
Meine Freunde? Ja, die kennen mich ja eigentlich so wie ich bin. Ich hab viele Freunde, die mich jetzt schon seit Grundschultagen oder eben seit der Orientierungsstufe oder so kennen. In den jüngsten Jahren eben und die wissen halt einfach, dass ich manchmal ein bisschen verrückt bin und gerne Dinge ausprobiere, gerne kreativ arbeite.. Die kennen mich mit meinen Ups and Downs. Das hat ja jeder irgendwo.

Christian/Julian:
Wie bist du an deine Jobs gekommen?
Mia:
An meine Jobs bin ich ganz viel über Kontakte gekommen, also die richtige Person zum richtigen Zeitpunkt zu treffen oder das richtige Jobangebot zu finden oder empfohlen zu werden an die richtige Person. Sowas ist einfach Gold wert. Wenn man ein gutes soziales Netzwerk hat, kann einem das schon viele Jobs bescheren.

Christian/Julian:
Wie gestaltest du deine Freizeit?
Mia:
Jetzt muss ich das sagen, was ein jeder Kreativer sagt: “Ich mache auch das, was ich beruflich mache in meiner Freizeit” Ich fotografiere, gestalte und arbeite auch ganz viel. An den Wochenenden beispielsweise arbeite ich als Promogirl auf Gaypartys; Wo ich dann eben bezahlt werde, um dem Publikum einzuheizen oder Give-Aways zu verteilen oder Fotos zu machen. Also eben so kleine Jobs zu erledigen und ja, das wäre so meien Freizeitgestaltung.

Christian/Julian:
Wo siehst du dich in fünf Jahren? 🙂
Mia:
In fünf Jahren.. Das ist eine gute Frage. Ich würd am liebsten.. Ja, natürlich im Job sein und mich da auch schon integriert haben und einfach wissen, wo ich hingehöre. Die Agentur für mich gefunden haben in der ich dann tätig bin und in fünf Jahren wäre das auch nicht mehr in Deutschland, sondern schon in Australien. An der Gold Coast optimalerweise. Desweiteren habe ich das aber noch nicht weiter festgesetzt.

Christian/Julian:
Empfiehlst du Jobs während des Studiums zu machen?
Mia:
Man lernt natürlich bei jedem Job, den man macht etwas Neues. Sei es die Kommunikation mit dem Kunden, sie es die Abwicklung, sei es sowas wie die Planung im Voraus. Beispielsweise; Auf welcher Location arbeite ich? Welche Props brauch ich? Wie wickel ich das später ab? Was kann ich verlangen? Ja, das sind alles so Erfahrungswerte, die von Job zu Job kommen und ich würde auch sagen man wird mit jedem Mal besser. es ist also nur zu Empfehlen schon während des Studiums mit Jobs anzufangen.

Christian/Julian:
Wer wäre dein Traumkunde?
Mia:
Traumkunden habe ich jetzt nicht direkt, aber
ich habe eine Traumbranche und das wäre eben die Industrie für Fashion & Beauty. Es gibt nichts, was mich irgendwie mehr fasziniert als – Ja klar, typisch Mädchen – schöen Kleider, tolles Make Up und tolle Haare und ja, genau in dem Bereich auch zu arbeiten wäre schon fabelhaft!

Christian/Julian:
Welches Semester hat dir am besten gefallen?
Mia:
Semester 4 und 6 fand ich am coolsten. Gerade Fotografie war es da natürlich und Corporate Publishing fand ich auch klasse. Im sechsten dann Editorial Design. Also das waren so die Fächer, wo ich gesagt habe “Ja! Das ist es!”

Christian/Julian:
Wie kommt es, dass zwischen deinem Stil und deinen Arbeiten so ein großer Unterschied liegt?
Mia:
Das ist eine gute Frage! So richtig beantworten kann ich das garnicht. Ich sehe einfach, dass es diese zwei Seiten an mir gibt. Wie ich mich gerne zeige, wie ich mich gerne gestalte. Weil ich mich in einer Art und Weise auch selber gestalte und designe, aber meine Designs mag ich dann schon eher geordnet und sortiert, mit Tiefgang. Also ich mag es auch wirklich, wenn Dinge einen Grund und eine Bedeutung haben. Warum, weiss ich selbst nicht genau. Vielleicht ergründe ich das noch irgendwann.

Christian/Julian:
Auf welche Kunden hättest du garkeine Lust?
Mia:
Ich würde Aufträge ablehnen, die mit der Tabakindustrie, Automobilherstellern, Telefonanbietern oder Versicherungen  zu tun haben.

Christian/Julian:
Hast du ein paar Einsteigertipps für die ersten Semester?
Mia:
Das wichtigste ist eigentlich, dass man mit sich selbst zurecht kommt. Dass man sich selbst cool findet und gut findet und Spaß versteht. Eben auch mal Spaß, der auf die eigenen Kosten geht. Ich würde generell sagen; Präsenz ist wichtig und ein sicheres Auftreten ist wichtig, das muss aber natürlich von innen kommen und eigentlich ist es das auch. Wenn man mit sich selbst okay ist, kann man das auch ausstrahlen.

Christian/Julian:
Welches war für dich das spannendste Projekt in den sieben Semestern?
Mia:
Da waren eine Menge coole Sachen bei. Mir hat Corporate Publishing und Corporate Design sehr gut gefallen. Im Nachhinein würde ich da natürlich alles anders machen, aber ich mein das kennt jeder. Das geht einem schon nach wenigen Monaten so. Die coolsten Sachen habe ich glaube ich in Fotografie gemacht, weil ich da auch die Aufgabenstellungen am spannendsten fand und Fotografie mir auch sehr liegt und ich das sehr liebe. Dementsprechend würde ich jetzt ganz spontan Fotografie sagen und da würde ich direkt sagen “die Anzeigengestaltung”

Christian/Julian:
Welches Thema hast du dir für deine Abschlussarbeit ausgesucht?
Mia:
In meiner Abschlussarbeit habe ich mich für “Kampagne” entschieden. Ich wollte mich damit selbst herausfordern, da ich meist gestalterisch arbeite und weniger konzeptionell. Ich wollte dieses Mal eine Kombination daraus schaffen, um mein Portfolio zu erweitern. Ich habe mich entschieden meine Kampagne auf mein Editorial Design aus dem sechsten Semester zu richten, dabei handelt es sich um ein schwules Beauty- und Fashionmagazin, welches ich dann nun mit einer Plakatreihe bewerbe und eben dementsprechend anderen Medien und man darf gespannt sein, was es am Ende wird.

Christian/Julian:
Wo finde ich mehr von dir?
Mia:
Mehr von mir findet ihr auf meiner Website magicalunicorn.de. Ich bin ebenso auf tumblr, Facebook und diversen anderen Social Media Netzwerken vertreten (zb. Xing) oder eben bei Google. Man findet mich!


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Autor: Burghard Otto

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Geschäftsführer der Kunstschule Wandsbek Hamburg. Ich und mein Team bilden Grafikdesigner bzw Kommunikationsdesigner in Hamburg und Bremen aus. Ich bin auch bei vertreten.

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