Ayleen Mertins ist Studierende des Monats Oktober in Bremen

Veröffentlicht am: 15 Oktober 2018

Ayleen Mertins, wer ist das eigentlich?
Hi, ich bin Ayleen, 21 Jahre alt und studiere an der Kunstschule Wandsbek Kommunikationsdesign im 5. Semester. Ich komme aus einem kleinen Örtchen im Landkreis Oldenburg, von wo aus ich täglich nach Bremen pendle.
Ich bin ein recht ehrgeiziger Mensch, habe aber auch einen ziemlichen Dickkopf. Kompromisse der Einfachheit halber gehe ich nur ungern ein. Ein bisschen spiegelt sich das auch in meinen Arbeiten wieder.
Ansonsten arbeite ich noch als Sandwich-Artist, eine Job-Bezeichnung, die (man hält es für einen Witz) wirklich so im Vertrag steht. Selbst dort tendiere ich zu akkuratem Arbeiten und mag kein Rumgefusche, wie auch in der KW. Stellt man sich mich jetzt beim Belegen eines Subs vor, kann man sich denken, wie gerne ich die Gurken und Tomaten mit perfektem Abstand in eine Reihe drapiere.

 

Warum studierst Du Kommunikationsdesign?
Nach meinem Abitur 2016 wusste ich noch nicht so recht wohin mit mir. Auf einer Messe entdeckte ich dann die KW und entschloss mich an einem Tag der offenen Tür mal vorbeizuschauen. Ich war zwar völlig überfordert mit den Massen an Kunstwerken und Arbeiten, die hier ausgestellt wurden, aber oder gerade deswegen bewarb ich mich dann und nun steh ich hier.
Besonders ansprechend finde ich die Vielfalt an Richtungen, die uns Studenten hier gezeigt werden. Wir kriegen in so viele Branchen Einblicke von Produkt- und Webdesign über die Gestaltung von Printmedien bis hin zu Foto und Film so vieles gezeigt. Wenn man wie ich ohne konkreten Plan in das Studium startet, da ist es schön, mehrere Wege für die Zukunft offen zu haben.

 

Hast Du einen eigenen Stil und wie lässt er sich beschreiben?
Ich bin sehr strukturiert und vor allem durchdacht bei meinen Arbeiten und Projekten. Jede Entscheidung, die im Entwicklungsprozess getroffen wird, kann ich begründen, und wenn dann doch mal was aus reinem Zufall entstanden ist, finde ich selbst dafür eine sinnvolle Erklärung, auch wenn sie von noch so weit weg hergeholt wurde.
Ganz wichtig, ich liebe Weißflächen und Freiräume und ein eher reduziertes Design. Wenn ich zwischen illustrativen, fotografischen oder typografischen Elementen entscheiden müsste, würde ich meist für die Gestaltung mit Schrift entscheiden. Weniger ist mehr, aber das, was man hat, muss geil und überzeugend sein.

 

Hast Du eine besondere Person oder Vorbild als kreativen Einfluss?
Also mein absoluter Held ist Bob Ross, weil er sein Handwerk so genießt. Er liebt jede einzelne seiner happy little clouds und verkörpert für mich die Leidenschaft an einer Tätigkeit. Ich hoffe diese Freude ebenfalls bis in die Arbeitswelt mitzunehmen.
Aber auch meine Kommilitonen beeinflussen mich immer wieder. Zu sehen wie unterschiedlich ihre Ansätze und Vorgehensweisen sind, motiviert mich persönlich stets was neues auszuprobieren und auch in andere Richtungen zu denken.

 

Hast Du eine bestimmte Art und Weise Projekte anzugehen, die sich immer bewährt?
Blöderweise arbeite ich nach dem Motto „unter Druck entstehen Diamanten“. Ich fange prinzipiell zu spät mit der Umsetzung von Projekten an. Ich verdränge die Punkte auf der To-do-Liste gerne so lange, bis mir nichts anderes übrig bleibt, als in schlaflosen Nächten auf die Abgabe hinzuarbeiten. Meine Motivation besteht dann darin, einfach puren Zeitdruck zu haben.
Komischerweise kann ich nachts am besten arbeiten und diese Taktik funktioniert zum Glück hervorragend.

 

Heute in 10 Jahren, wo siehst Du Dich?
In 10 Jahren würde ich gerne in einer großen namhaften Agentur angestellt sein und mir bereits viel Berufserfahrung angeeignet haben. In welche Richtung ich dabei gehen möchte, steht allerdings noch nicht wirklich fest. Mal sehen, was noch so kommt.
Ein kleiner Traum von mir ist aber noch für mindestens ein Jahr in New York zu leben und dort im Bereich Design zu arbeiten.

 

 


Autor: Anika und Maximilian

Anika und Maximilian

Hallo! Wir sind Anika und Maximilian, beide im 5. Semester an der Kunstschule Wandsbek in Bremen. Wir wissen beide nicht genau, wie wir in dieser Position gelandet sind, aber versuchen euch höchst professionell über alles zu informieren was hier bei uns in Bremen so vor sich geht.

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