ANNEKE MEENTS IST STUDIERENDE DES MONATS MAI IN BREMEN

Veröffentlicht am: 15 Mai 2019

Name: Anneke Meents
Alter: 20
Semester: 6.2
Lieblingsfach: Ich habe kein Lieblingsfach im einfachen Sinne. Die Kurse, an denen ich in den letzten Semestern teilgenommen habe, waren so unterschiedlich, dass ich sie nicht vergleichen will. Und vor allem will ich mich nicht entscheiden müssen, was mir am besten gefallen hat und was am wenigsten. Es gab in fast jedem Fach Aufgaben, die ich geliebt habe und genauso gab es Aufgaben, die ich weniger gut fand. Aber ein einzelner Teil bestimmt niemals das große Ganze! Alle Fächer haben mich weiter gebracht. Sie haben mich dahin gebracht, wo ich jetzt stehe.

 

Arbeitest du lieber Analog oder Digital?

Schwierige Frage. Es kommt ganz darauf an. Im digitalen Bereich erhalte ich viele Möglichkeiten, die ich analog nicht bekommen würde. Vieles ist einfacher, wenn man es am PC macht und es gibt auch genug Dinge, die ich auf jeden Fall immer digital machen würde (z.B.  Logos erstellen, die Skizzen dafür mache ich auf jeden Fall lieber am PC). Dennoch kommt für mich vom Gefühl her nichts an die Malerei heran. Der Moment, wenn du vor der weißen Leinwand sitzt und die Macht hast nur mithilfe von Farben eine ganz neue Welt zu erschaffen und Emotionen zu wecken. Ich liebe es und es macht mir auch absolut nichts aus, wenn ich dann später die Farbe von meinen Händen und aus meiner Kleidung waschen muss – im Gegenteil! Das gehört einfach dazu!

 

Hast du einen eigenen Zeichenstil und womit malst du am liebsten?

Einen eigenen Stil im herkömmlichen Sinne habe ich nicht, bzw. habe ich noch nicht gefunden. Was mir jedoch aufgefallen ist, ist, dass ich sehr hektisch male. Ich arbeite schnell, fast nie länger als zwei Stunden, dafür aber sehr konzentriert. Ich hasse es Landschaften zu malen, liebe es aber Portraits und Tiere zu malen und experimentell zu werden. Vor allem aber muss es bunt sein! Vielleicht kann man das in gewisser Weise schon Zeichenstil nennen.

Am liebsten male ich mit Acryl, ich mag aber auch gerne Öl, weil es einfach eine komplett andere Konsistenz hat und auch direkt ein anderes Gefühl erzeugt. Da ich aber, wie gesagt, sehr hektisch und schnell beim Malen bin, bin ich mit Öl auch manchmal auf Kriegsfuß, weil es eben sehr lange zum Trocknen braucht. Ansonsten dürfen die guten Polychromos natürlich nicht in meiner Sammlung fehlen!

 

Hat sich aufgrund des Studiums etwas in deinem alltäglichen Leben verändert?

Besonders viel hat sich nicht verändert, ich wohne immer noch in meinem Elternhaus und habe immer noch dieselben Freunde. Allerdings habe ich tolle neue Leute kennengelernt, die ich nun auch zu meinen Freunden zählen darf und ich wohne mittlerweile alleine. Meine Eltern sind ausgezogen in ein hübsches neues Haus direkt gegenüber.

Nebenbei kellnere ich in einem kleinen Landcafé, in dem ich sogar schon meine Bilder ausstellen durfte!

 

Mit welchem Fach musstest du dich erst anfreunden?

Typografie.

In den ersten Stunden bin ich daran verzweifelt, denn für mich lag der Kern der Gestaltung immer in den Bildern. Durch dieses Fach habe ich jedoch meine Perspektive verändert und während ich mich durch die ersten Aufgaben durchgekämpft habe, habe ich in die letzte große Aufgabe mein ganzes Herzblut gesteckt. Es war ein langer und anstrengender Prozess, aber es war auch das erste Mal, dass ich über einen so langen Zeitraum konsequent (fast) jeden Tag an etwas gearbeitet habe. Ich habe meinen eigenen Roman mithilfe von Typografie und Illustrationen gestaltet und ich kann nicht beschreiben, wie toll es sich angefühlt hat, als ich die gedruckte Version das erste Mal in den Händen gehalten habe! Mein eigenes Buch!

 

Welche Fächer haben dich im Studium richtig auf Höchstleistung gebracht?

Das waren Typografie, Produktdesign und Malerei. Die Fächer, in denen ich entweder meine eigenen Grenzen überwinden musste oder mit so viel Herzblut an die Aufgaben gegangen bin, dass ich alles andere vergessen habe. In Produktdesign habe ich es genossen mich das erste Mal im Studium richtig handwerklich zu beschäftigen und einen Gegenstand zu bauen, den ich auch danach noch verwenden kann. In Malerei hingegen konnte ich abschalten und das machen, was ich über alles liebe: Malen.

Aber auch Web Development, in dem ich aus nichts anderem als Codes etwas erstellen sollte, was gut aussieht, hat mich angespornt. Es ist herausfordernd, wenn du gerade erst anfängst zu lernen mit HTML und CSS umzugehen und dennoch einen gewissen Anspruch hast, den du unbedingt erfüllen willst. Auch, wenn ich oft genug ratlos war, hat es mir dieses Fach wirklich angetan.

Es macht mir Spaß, wenn ich mir den Kopf zerbrechen kann und schließlich etwas erschaffe, auf das ich auch stolz bin!

 

Was ist deine größte Inspirationsquelle?

Die Musik.

Musik ist für mich ein ständiger Begleiter in meinem Leben. Es gibt nicht einen einzigen Tag, seit ich denken kann, an dem ich nicht Musik gehört habe. Sie weckt in mir Emotionen, bildet den Hintergrund meiner Lebensgeschichte und ist der erste Schritt für mich, um neue Dinge zu erschaffen.

Aber auch die Natur und die Kunst sind sehr große Inspirationen für mich. Sie wecken in mir das dringende Bedürfnis selbst Etwas aufs Papier zu bringen und etwas Neues zu erschaffen. Ein Beispiel wäre: Wenn ich einen Sonnenuntergang beobachte, sehe ich innerlich, wie ich versuche die Strukturen aufs Papier zu bringen.

 

Was ist deine größte Leidenschaft?

Das Erschaffen von eigenen Welten. Ich liebe es (neben dem Malen) zu schreiben und mir Personen und deren Geschichten auszudenken. Es ist ein spannender Prozess Charaktere zu entwickeln und sich zu überlegen in welcher Beziehung sie zu den anderen stehen. Sich neue Hintergründe auszudenken, eine völlig neue Ordnung und Struktur zu entwickeln, die in der selbst erfundenen Welt existiert.

 

Was machst du, wenn du deine Zeit nicht auf das Studium verwendest?

Abschalten.

Wenn ich mit dem Kopf mal nicht beim Studium bin, dann gehe ich entweder meiner Leidenschaft nach oder verbringe die Zeit mit Freunden. Dabei sind wir gerne ein bisschen „Oldschool“ unterwegs und spielen Kartenspiele wie Doppelkopf.

Ich liebe es allerdings auch bei Filmen oder Serien abzuschalten und in andere Welten, die ich nicht selbst erfunden habe, einzutauchen.

Zwischendurch mache ich immer mal wieder einen Abstecher nach Berlin, Köln, Mannheim, Essen oder Hamburg. Durch das Internet habe ich viele tolle Menschen kennengelernt und seitdem wir uns 2015 zu einer Gruppe „formiert“ haben, besuchen wir uns gegenseitig regelmäßig. Ob nun zu Geburtstagsfeiern, Konzerten, zur Gamescom oder einfach nur so.  Auch wenn ich viele meiner Freunde durch die Entfernungen nicht regelmäßig sehen kann, ist die Verbindung zu ihnen dennoch eng und die Treffen sind jedes Mal ein Highlight.


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Autor: Neela Sonntag und Annika Gerke

Neela Sonntag und Annika Gerke

Moin, wir sind Annika und Neela, das neue PR- Team für den Standort Bremen. Aktuell sind wir im 3. Semester und bereiten uns auf die Zwischenprüfung vor. Nebenbei sind wir dafür zuständig euch über alle aktuellen News und Events zu informieren, sowohl hier als auch auf Instagram und Facebook der KW Bremen.

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