Was lernt man im Studiengang Kommunikationsdesign?

Wer Kommunikationsdesigner:in werden will, braucht ein gutes Wahrnehmungsvermögen und das kannst du trainieren: beim Aktzeichnen. Hier schulst du dein räumliches Sehen, entwickelst einen Blick für Proportionen und lernst, mit verschiedenen Maltechniken zu experimentieren. Aus welchen Volumen besteht ein Körper und wie ist ihre Lage im Raum? Was transportiert ein Akt in Kohletechnik? Wie wird aus einer Skizze eine farbige Komposition? Wir laden dich ein, genau hinzusehen, den Körper in seiner Gesamtheit wahrzunehmen und ihn im Detail zu studieren. Portraits, Hand-, Fuß- und Kopfstudien gehören daher genauso zum Unterricht wie Abbildungen des gesamten Menschen. Für deine Arbeit lassen wir dir natürlich Zeit, mal eine halbe Stunde, mal drei Minuten, damit du lernst, in Kürze das Wesentliche zu erfassen.
Schreib ein Buch – mit der Hand und in Schönschrift: So sieht der Kursinhalt in Kalligrafie aus. Das Thema bestimmst du selbst, ebenso die Form, den Schrifttyp, das Verhältnis von Fläche und Leerraum und die Kontraste. Ein perfekter Kalligraf ist noch nicht vom Himmel gefallen, weshalb wir viele Schreib-, Lockerungs- und Rhythmusübungen machen werden, damit du ein Händchen für diese alte Kunst entwickelst. Wie sieht eine Schrift in Kombination mit Stempeln, Spuren oder Abdrücken aus? Probier’ es einfach aus. Auch welche Werkzeuge du neben Pinsel, Feder und Stift einsetzen kannst, um deine Arbeit zu beleben. Fertig ist dein Buch, wenn es sauber gebunden vor dir auf dem Tisch liegt.
Die Übergänge zwischen bildender Kunst und Design verlaufen fließend. Mehr noch: Kunst und Design bereichern und inspirieren sich gegenseitig – diese Erfahrung wirst du im Studiengang Kommunikationsdesign auch machen. Zu Beginn des Kurses geben wir dir ein Thema mit auf den Weg. Deine Aufgabe ist es, dich hineinzudenken, dich künstlerisch mit der gestellten Aufgabe auseinanderzusetzen und zu deiner eigenständigen Ausdrucksform zu finden. Die Grundlage für deinen persönlichen künstlerischen Schaffensprozess bilden verschiedene Maltechniken, die du dir im Studium Kommunikationsdesign nach und nach aneignen wirst. In zahlreichen Übungen stellen wir gegenständliches Arbeiten und Abstraktion einander gegenüber. Gemeinsames Reflektieren künstlerischer Arbeiten im Unterricht und auf Ausstellungen helfen dir, ein individuelles künstlerisches Statement zu formulieren.
Du hast Freude am Experimentieren? Im Studiengang Kommunikationsdesign hast du die Gelegenheit: Verschiedene künstlerische Techniken und insbesondere das manuelle Drucken bieten einen riesigen kreativen Fundus, aus dem du dich bedienen kannst. Das Ergebnis wird dich überraschen und dir eine Vorstellung davon vermitteln, wie sich künstlerisches Schaffen und Design ergänzen und bereichern können. Am Ende des Kurses hast du dein Gestaltungsrepertoire deutlich erweitert. Die beste Voraussetzung, mal einen ganz anderen gestalterischen Weg einzuschlagen.
Damit andere deine Idee gut finden können, musst du sie zu Papier bringen. Und zwar so, dass jeder versteht, in welche Richtung dein Entwurf gehen wird und wie du dir die Umsetzung vorstellst. Das setzt neben typografischen Kenntnissen einen sicheren Umgang mit Form und Fläche voraus. Und auch wenn du deiner Fantasie im Allgemeinen keine Grenzen setzt: Jetzt ist ein festes Raster gefragt, in dem du dich gestalterisch bewegen musst. Denn ganz gleich, ob DIN-, Klein- oder Sonderformate: Eine Fläche bleibt eine Fläche. Eine die es als Kommunikationsdesigner:in zu gestalten gilt.
Eine gute Wahrnehmung wird sich in deinem Studium als sehr wichtig erweisen: Von Anfang an trainierst du deshalb dein Auge – beim Skizzieren, Aktzeichnen, in der Malerei und bei der Farblehre. Dabei entwickelst du ein Gefühl für Proportionen, übst Farben gekonnt einzusetzen und dein Umfeld perspektivisch richtig wiederzugeben. Immer wieder lohnt sich dabei ein Blick auf die Altmeister der visuellen Kommunikation, die schon vor hunderten von Jahren Geniales geleistet haben. Diese Zeitreise führt dich quer durch alle Medien und Designrichtungen und schafft eine gute Basis für dein eigenes kreatives Schaffen. Dazu hast du häufig Gelegenheit: in zahlreichen Medienprojekten und im Kreativitätstraining, in dem die intuitive Suche nach Ideen Methode bekommt.
Manchmal reichen Worte allein nicht aus, um einen Inhalt verständlich zu machen. Dann ist die Stunde der Illustration gekommen – und für den Betrachter der Moment, in dem Inhalte erhellt, Geschichten lebendig und Botschaften plakativ werden. Damit aus dir ein guter Illustrator oder eine findige Illustratorin wird, orientieren wir uns am berühmten Bauhaus, das aus jungen kreativen Leuten interdisziplinär arbeitende und denkende Menschen machte. Auch wir möchten dich motivieren, deine individuelle Handschrift und dein persönliches künstlerisches Ausdrucksrepertoire zu entwickeln. Ganz bewusst fördern wir deshalb im Fach „Illustration“ das kreative Zusammenspiel von freier und angewandter Kunst. Wir unterrichten beides parallel – stets im Hinblick darauf, dass du Illustration als Kunst und Kunst als Inspiration für deine Illustrationen verstehst. Was wir dir im Studiengang Kommunikationsdesign mitgeben wollen? Neben einer Fülle von Techniken und Fertigkeiten den guten Tipp, einfach beides zu sein – Künstler und Designer.
Als Fotograf bist du eine Art visueller Mediator. Aus einer Flut von Eindrücken, hältst du jene fest, die die größte Kraft haben. Aus zufälligen Ereignissen machst du eine spannende Komposition. Aus Gesichtern lässt du Persönlichkeit sprechen. In diesem Kurs hast du Gelegenheit, dich an die Arbeit eines Fotografen heranzutasten und das enorme Gestaltungsspektrum der Fotografie zu entdecken. Wie funktioniert eine Kamera? Wie erzeuge ich eine bestimmte Wirkung? Diesen Fragen gehen wir auf den Grund – mit dem Ziel, dir das technische Know-how an die Hand zu geben, welches du zum Experimentieren mit Kamera und Blitzlicht brauchst. Das Programm Photoshop bietet dir eine Vielzahl von Möglichkeiten, deine Werke digital nachzubearbeiten. Mit diesen Kenntnissen wirst du in Zukunft ein Shooting steuern und mit Profi-Fotografen auf Augenhöhe kommunizieren können.
Ob YouTube oder großes Kino: Mit einem digitalen Film erreichst du die Masse. Kein Wunder also, dass dieses Medium im Kommunikationsdesign eine große Rolle spielt. Auch du kannst mit bewegten Bildern andere erreichen. Wie das geht, erfährst du in diesem Kurs. Zusammen schauen wir uns Filme an, analysieren die Erzählstruktur und klären die stilistischen Mittel. Ob TV-Spot, Musik-Clip oder Kurzfilm: Schritt für Schritt lernst du, eine Filmidee zu entwickeln und sie per Storyboard darzustellen. Eine Einführung in die Kameratechnik und in die Anwendung der Schnittsoftware schaffen die Basis für deinen ersten Dreh mit anschließender Post Production. Professionelles technisches Equipment ist vorhanden. Fehlt nur noch deine Idee.
Das Erscheinungsbild sagt einiges über einen Menschen aus. Das ist bei einem Unternehmen nicht anders, weshalb dem Corporate Design große Bedeutung zukommt. Zum Corporate Design zählen einerseits der Name, die Strategie und die Positionierung der Marke und zum anderen Logo, Visitenkarten, Briefpapier und Imagebroschüre. Ganz wichtig bei der Entwicklung eines schlüssigen Corporate Designs: der konzeptionelle rote Faden, der sich durch den gesamten Auftritt zieht. Er gibt dir die Orientierung, die du angesichts der Fülle von Kommunikationsmitteln brauchst. Im Kurs sind es Visitenkarte, Logo und Briefpapier, im realen Leben häufig auch Website, Broschüren und Verpackungen, die du gestalten und auch produzieren wirst.
Nur wenige Sekunden entscheiden darüber, ob dein Plakat wahrgenommen wird oder ob es in der allgemeinen Informationsflut verschwindet. Um so wichtiger ist es, sich Gedanken darüber zu machen, mit welchen gestalterischen Mitteln sich Aufmerksamkeit erregen lässt. Eins steht fest: Stark, klar und überraschend muss dein Entwurf sein und möglichst mit alten Sehgewohnheiten brechen. Dazu brauchst du Mut und ein Repertoire an visuellen Ausdrucksmöglichkeiten. Anhand unterschiedlicher Aufgaben baust du in diesem Kurs deine visuelle Sprache aus. Freies Experimentieren zählt dabei ebenso zu den Unterrichtsinhalten im Kommunikationsdesign wie strukturiertes Arbeiten nach selbst entwickelten Layout-Vorgaben.
Der Zeitschriftenmarkt ist heiß umkämpft. Da ist es für ein Magazin lebenswichtig, ins Auge zu stechen. Wie entwickelt man Zeitschriften, die den Leser ansprechen? Wie muss ein Titel gestaltet sein, damit das Interesse geweckt wird? Und vor allem: Wie sieht ein Konzept aus, das langfristig auf dem Markt Chancen hat? Hierauf eine überzeugende Antwort zu finden, ist deine erste Aufgabe. Danach lernst du Bilderflut, Headline-Hagel und Textlawinen so zu lenken, dass ein gutes Blatt entsteht. Du übst, Inhalte typografisch gekonnt anzuteasern, um die Neugier zu wecken. Du entwickelst ein Gespür dafür, Texte mit starken Bildern zu illustrieren, die du entweder recherchierst oder selbst shootest. Und du kreierst eine Idee, wie dein Magazin auch als Online-Ausgabe punkten wird. Damit dein Werk den Weg in die Hände der Leser findet, planst du zum Schluss eine Kampagne, die deine Heftidee verkauft.
Laut oder leise, konservativ oder innovativ, verspielt oder ernst, edel oder billig: Es gibt unendlich viele digital reproduzierbare Schriften und die Entscheidung, welche für die jeweilige Aufgabe die richtige ist, fällt nicht immer leicht. Was dir bei der Auswahl hilft, sind typografisches Kenntnisse. Das heißt: Kenntnisse der Schriftgeschichte, der Schriftklassifikation und der Lesegewohnheiten der Menschen. Dein Ziel sollte es stets sein, Texte in einem bestimmten Medium verständlich darzustellen. Die Lesbarkeit steht also an erster Stelle und die Typografie damit im Mittelpunkt der Gestaltung. Sie verbindet den Blick fürs Ganze mit der Liebe zum Detail. Sie verlangt profundes Wissen und handwerkliches Geschick. Und sie folgt teilweise 100 Jahre alten Regeln, die wir dir vermitteln und die du im Kommunikationsdesign innovativ einsetzen kannst.
Der Kern großer Werbe- und Designkampagnen ist immer eine herausragende Idee. Du findest sie leichter, wenn du dir einfach die Zeit und den Raum nimmst, zu experimentieren. Wir zeigen dir Wege auf, wie du als Kommunikationsdesigner:in ganz systematisch und dennoch experimentell an eine Kommunikationsaufgabe herangehen kannst. Gerade Collagen eignen sich hervorragend, um mit gewohnten visuellen Mustern zu brechen. Diese Technik erlaubt es dir, einzelne Elemente aus ihrem alten Kontext herauszulösen und zu neuen, spannenden Kompositionen zusammenzufügen. Auf diese Weise übst du, abstrakt zu denken, deiner Fantasie freien Lauf zu lassen und dich von Klischees zu befreien.
Ob bei Animationen, in der Werbung oder in Comics – immer ist Charakter gefragt. Character Design heißt die Disziplin, mit der du Figuren dreidimensional und bis ins Detail gestalten kannst. Das machst du per Hand oder mithilfe digitaler Zeichen-Tablets. Letzteres besitzt den Vorteil, dass dein Character jederzeit modifiziert und weiterverarbeitet werden kann. Character Design ist ein Prozess, der mit dem Scribble beginnt und mit der Reinzeichnung aufhört. Gearbeitet wird mit Programmen wie Photoshop und Illustrator. Sie bergen eine Fülle von Werkzeugen, mit denen du ausdrucksstarke Figuren entwickeln, konstruieren und zum Leben erwecken kannst.“
Digitale Medien folgen eigenen Gestaltungsregeln. Nicht nur ästhetisch sollen sie sein, sondern auch nutzerfreundlich. Findet sich der User im Menü zurecht? Ist der Content gut strukturiert? Die Schrift lesbar? Heben sich Links klar vom Fließtext ab? Auf diese und viele weitere Fragen musst du als Screen-Designer eine positive Antwort parat haben. Damit du deine kreativen Konzepte nachher realisieren kannst, ist es von Vorteil schon vorher zu wissen, was technisch möglich ist. Wir vermitteln dir im Studiengang Kommunikationsdesign alles, was du brauchst, um auf digitaler Ebene Bahnbrechendes zu leisten. Und das sind in erster Linie strukturiertes Denken und eine Menge Software. Erst wenn du beides beherrschst, gehen deine Konzepte auf – und online.
Ein guter Vorspann und du bist drin im Filmgeschehen. Ein toller Abspann und du wirst auch nach 90 Minuten Filmdauer fasziniert sitzen bleiben. Ein spannender Trailer und der nächste Kinobesuch steht. Motiondesign verbindet Typografie und Grafik-Design zu bewegten Bildern, die eine Geschichte erzählen und Emotionen wecken. Neben Opening Titeln, Endings und Trailern kommt diese Disziplin im Bereich Image-, Messe-, und Produktfilm zum Einsatz. Als Motiondesigner arbeitest du mit Adobe After Effects. Fragen wie “Fallen müde Buchstaben nach vorne oder nach hinten um?” wirst du nach diesem Kurs beantworten können. Greenscreen-Technik? Compositing? Matte Painting? Grüble nicht lange, was das heißt, sondern find’ es heraus.
Zeige mir dein Portfolio und ich sage dir, wer du bist. Persönlichkeit, gestalterische Handschrift, technisches Können – das alles lässt sich an deinen Arbeiten ablesen. Mit deinem Portfolio betreibst du Werbung in eigener Sache und wie es sich für einen Kommunikationsdesigner:in gehört, sollte die durchdacht, schlüssig und auf den Punkt sein. Das heißt nicht, dass du perfekt sein musst. Dein zukünftiger Arbeitgeber möchte lediglich wissen, mit welchen Talenten und Fähigkeiten er rechnen muss. Nur so lässt sich sagen, ob du zur Agentur passt und dich dort entwickeln kannst. Apropos Fähigkeiten: Ein gewisses betriebswirtschaftliches Know-how und eine gesunde Einschätzung der persönlichen Soft Skills sind im Beruf ganz nützlich und deshalb auch Thema. Wenn du dich mit Selfmarketing, Akquise Urheberrecht, Auftragsabwicklung und Honorarkalkulation auskennst, fühlst du dich gleich sicherer. Das spüren Chef und Kollegen.
Ein gewisses Lampenfieber vor jeder Präsentation ist normal – und für manche sogar der Kick. Schließlich präsentierst du nicht nur deine Arbeit, sondern neben deiner Idee auch dich selbst. Neben der Qualität deiner Arbeit entscheidet dein Auftreten darüber, ob der Funke überspringt oder nicht. Bist du in der Lage frei und offen vor einem Publikum zu sprechen? Hältst du den Blickkontakt? Strahlt deine Haltung Energie und Selbstbewusstsein aus? Kannst du gelassen auf Fragen und Argumente reagieren? In diesem Seminar wirst du es erfahren. Abgesehen von einem ehrlichen Feedback erhältst du hier das Handwerkszeug, das du brauchst, um authentisch und sicher aufzutreten. Sprechübungen, Präsenztraining sowie Vortrags- und Redetechniken helfen dir, deine Idee klar zu kommunizieren und Kritik souverän abzufedern. Bühne frei für deine Idee!
Das 7. Semester ist eigens für die Abschlussarbeit in deinem Studiengang Kommunikationsdesign reserviert. Du hast 6 Monate Zeit, dein finales Werk zu planen und umzusetzen. Kern ist – wie immer – ein schlüssiges Konzept, dass du mit deinen Dozenten besprichst, ehe du damit beginnst, es auszuarbeiten. Ist der konzeptionelle Rahmen gesteckt, steht die Art der Umsetzung und die Auswahl der Medien im Mittelpunkt. Auch hierbei werden dich unsere Dozenten in Einzelgesprächen intensiv beraten und zu Höchstleistungen motivieren.
Ein Computer eröffnet dir ein Universum von Gestaltungsmöglichkeiten – wenn du ihn verstehen und richtig bedienen kannst. Daher ist es sinnvoll, dass du dich erstmal mit dem System und seinen Einstellungen vertraut machst. Die Computersprache ist eine ganz eigene Sprache und wimmelt vor Abkürzungen. Wir erklären dir, was Kürzel wie RGB und DPI bedeuten und in welchem Zusammenhang sie vorkommen. Als künftiger Kommunikationsdesigner:in wirst du eine Flut von Daten produzieren, die du natürlich gut verwalten musst. Dazu gibt es eine Vielzahl nützlicher Werkzeuge und natürlich eine professionelle Einführung, wie du deine Projekte strukturieren, ablegen und anderen zugänglich machen kannst.
Je besser du ein Vokabular beherrschst, desto vielfältiger kannst du dich ausdrücken. Das gilt auch für Programmiersprachen. Wir möchten dir in diesem Kurs die technischen Mittel an die Hand geben, um selbst Websites zu erstellen. Wie ist eine gute Website aufgebaut? Wie kann eine Website gerastert sein? Und wie sieht eine sinnvolle Navigation aus? Du wirst es erfahren und dein Wissen gleich anwenden. Dein Entwurf soll dabei nicht nur originell und userfreundlich, sondern auch responsive sein. Das heißt: Er passt sich den Bildschirmformaten an und funktioniert sowohl auf dem Smartphone als auch auf dem 52-Zoll-Monitor.
Werbung ist kein Hexenwerk, sondern das Ergebnis von guter Recherche, gesundem Menschenverstand, Neugierde und Humor. Am Anfang steht immer die Idee. Den Kritiker kannst du in dieser Phase noch zu Hause lassen, denn jetzt geht es erst mal darum, auch den absurdesten Gedanken zuzulassen. Danach wird gesiebt und die Idee auf ihre Realitätstauglichkeit hin abgeklopft. Transportiert sie die gewünschte Botschaft? Versteht die Zielgruppe, was gemeint ist? Erst ein eindeutiges „Ja“ stellt in Aussicht, dass aus einer bloßen Idee eine richtig gute Werbung wird. Diesen Prozess üben wir – jeweils zu dritt und anhand eines erdachten Produkts. Zum Schluss präsentiert ihr ein Plakat oder eine Kampagne – inklusive Claim, Keyvisual und Texten, die den richtigen Ton treffen. Ob das Ergebnis eine Punktlandung ist, müssen wir dann noch diskutieren.
Als Art Director entwickelst du konzeptionelle rote Fäden – und behältst sie auch gleich in der Hand. Wie man ein Projekt von A bis Z strategisch durchdenkt, entwickelt und koordiniert, lernst du in diesem Kurs. Ganz klar gehen wir dabei auf das Fachvokabular der Werbewelt ein und zeigen dir, worauf es bei einem guten Kommunikationskonzept ankommt. Die Themenvielfalt und die Werbemittel kennen dabei keine Grenzen. Du kreierst Kampagnen, Werbespots und eine gesamte Corporate Identity inklusive Imagebroschüre, Webauftritt und Styleguide. Neben den „Klassikern“ lernst du auch innovative Werbeformen wie das „Guerilla-Marketing“ als kostengünstige und höchst wirksame Kommunikationsform kennen.
Hast du Angst vor dem weißen Blatt Papier? Brauchst du nicht, denn mit den Geschichten, Informationen und spannenden Details, die sich rund um eine Marke spinnen, kannst du Bände füllen – und brillante Ideen entwickeln. Dafür gibt es übrigens Methoden, sogenannte Kreativtechniken, die wir dir in diesem Kurs vermitteln. Aus dem Ideenberg, die richtige herauszufischen, ist nicht einfach. Welche sich zum Konzept veredeln lässt, hängt davon ab, welches Ziel der Kunde verfolgt und wie die Zielgruppe tickt. Letztere werden wir im Rahmen praxisbezogener Aufgaben analysieren. Ist die Zielgruppe klar, ist es zum schlüssigen Konzept, der starken Bildidee und coolen Headline nicht mehr weit, sondern vielmehr Übung.
Täglich sind wir von einer Flut visueller Reize umgeben. Eine gute Idee allein reicht da nicht mehr, um zur Interessenten- und Zielgruppe vorzudringen. Eine Strategie muss her – und vorab eine genaue Analyse des Markts, des Produkts, der Marke, der Wettbewerber und der Kunden. Auf dieser Basis entwickelst du ein strategisches Ziel, wohin die kommunikative Reise gehen soll. Dieser Prozess gipfelt in einer Kernbotschaft, die den Kreativen das Futter liefert, um eine Idee zu kreieren, diese zu gestalten und verbal auf den Punkt zu bringen. Klingt trocken wie Knäckebrot? Ist es aber nicht. Wir geben dir verschiedene Marken- und Analysetools sowie Kreativtechniken mit auf den Weg, die dir helfen, eine medienübergreifende Kampagne als Kommunikationsdesigner:in zu entwerfen. Eine die mit dem Briefing beginnt und in der Präsentation ihren Abschluss findet. So arbeiten Profis und du ab sofort auch.
Wer träumt nicht davon, sein kommunikatives Wissen im Kommunikationsdesign einem guten Zweck zur Verfügung zu stellen? In diesem Kurs hast du Gelegenheit, dich für Umweltschutz, Bildung, Menschenrechte und karitative Ziele einzusetzen. Das Tolle: Du entwickelst Kampagnen für echte Kunden und bringst damit deren Arbeit entscheidend voran. Dabei gehen wir ganz systematisch vor: Zuerst setzen wir uns eingehend mit den Schwerpunkten der jeweiligen Non-Profit-Organisation auseinander. Auf dieser Basis erarbeitest du zusammen mit deinem Team eine Kampagne, die beispielsweise das Thema Fundraisung oder die gesamte Kommunikation betrifft. Anschließend präsentiert ihr euer Werk dem Kunden. Dieser bekommt ein ausgefeiltes Kommunikationskonzept und du mehr Sicherheit für die Praxis.
Stell dir vor, du entwickelst eine Idee und ein anderer kassiert dafür Ruhm und Ehr. Jetzt wären Kenntnisse zum Urheberrecht von Vorteil. Eine andere Situation: Die musikalische Untermalung deines Spots weist leider gewisse Ähnlichkeiten mit einem bekannten Song auf. Die GEMA beschwert sich und wie reagierst du? Und wie sieht die Rechtslage aus, wenn ein Druckauftrag nicht fertig wird und ein Kunde dich für wirtschaftliche Verluste verantwortlich macht? Der Beruf Kommunikationsdesigner:in erfordert nicht nur Kreativität, sondern auch Rechtssicherheit und unternehmerisches Denken. Einblicke ins Medienrecht bewahren dich vor typischen Anfängerfehlern und dem einen oder anderen Fettnäpfchen des Berufslebens.
Eine Blatt Papier und ein Webscreen reichen nicht aus, um das Wesen einer Marke zu transportieren. Konsumenten wie auch Kunden wünschen sich ein dreidimensionales Erleben mit allen Sinnen. Das fängt bei der Verpackung an und hört beim Messestand auf. In diesem Kurs vermitteln wir dir einen Überblick über die Cinema4d-Werkzeugpalette. Von der Konstruktion eines Grundobjekts bis hin zur fotorealistischen 3d-Animation lernst du in kleinen Übungen räumliche Objekte zu gestalten, deren Form und Funktion ineinandergreifen. Mittels Materialfiltern und Effekten kannst du deine Entwürfe von allen Seiten beleuchten, drehen und wenden. Das beflügelt das Vorstellungsvermögen der Kunden und gibt dir den Spielraum, den du als Kommunikationsdesigner:in brauchst.
„Form follows function.“ Dieser Leitsatz prägt die Designgeschichte des 20. Jahrhunderts und revolutionierte das Produktdesign. Seither hat er nichts an Aktualität verloren. Er wird auch dir helfen, einen Produktentwurf zu entwickeln, der dem Nutzungszweck entspricht, die serielle Fertigung berücksichtigt und die Bedürfnisse der Zielgruppe widerspiegelt. Das ist ein hoher Anspruch und damit du siehst, wie sich große Designer dem Thema genähert haben, werfen wir gemeinsam einen Blick auf die Geschichte und den theoretischen Hintergrund des Produktdesigns. Danach bist du reif für einen eigenen Produktentwurf. Den Kontext wählst du selbst. Zum Lösungsansatz gehören Konzeptpapier, Skizzen, ausgearbeitete Zeichnungen, technische Details und das Modell eines Prototypen, mit dem du vielleicht Designgeschichte schreiben wirst.
Ob teurer Wein, leckerer Snack oder stylische Parfums – die Verpackung eines Produktes ist ein unmittelbares Medium. Direkt am Regal findet nicht selten die eigentliche Entscheidung über den Erfolg oder Misserfolg eines Produktes statt. Eine gutes Verpackungsdesign verführt, erfreut und erklärt – schafft einen emotionalen Mehrwert, dem der Verbraucher täglich auf dem Frühstückstisch oder im Badezimmer neu begegnet und aus banalen Produkten erfolgreiche Marken machen kann. Im Unterrichtsfach Artdirektion/Verpackungsdesign in deinem Studium Kommunikationsdesign werden nicht nur praxisnah die verschiedenen Methoden und Techniken gelehrt, die man braucht um kreative, gut funktionierende Verpackungen zu gestalten, sondern auch wie man darüber hinaus die richtigen Zielgruppen für Produkte ermittelt, sowie nötiges Fachwissen über Markenführung, Sortimentierung, Diversifikation, und Nachhaltigkeit. Begleitet wird das Fach durch einen 3D Kurs, der den Umgang mit entsprechender Software vermittelt. Verpackungsdesign ist auch als Wahlthema für das Abschlusskolloquium zugelassen.