Zukunftskiste

Veröffentlicht am: 25 Oktober 2013

Text:  Sabrina Kuhlmann-Bokelmann, Julia Engfer & Sara Peterek

Den 14 Mitgliedern des Vereins „job4u“ wurde klar, dass der Name „Bildungsmesse“ (ob mit oder ohne „ESF“) unschön und veraltet ist. Dadurch lag es nahe, dass eines der Mitglieder – Kunstschule Wandsbek Bremen – ein Team ins Rennen schickte. Es hat uns sehr gefreut, dass wir uns dieser neuen Herausforderung annehmen durften. Wir das sind, Sabrina Kuhlmann-Bokelmann, Julia Engfer & Sara Peterek.

Als erstes stand die Präsentation und Vorstellungsrunde mit dem Kunden an. Ein reales Projekt bedeutete auch ein realer Kunde mit seinen Eigenarten, Erfahrungswerten und Vorstellungen. Bei dem ersten „Hallo“ klärte sich das ziemlich schnell: weiblich, blond, witzig und voll in ihrem Element stand Karoline Jerg alias „Miss Super-Sympathisch“ vor uns. Sie war mindestens genauso neugierig auf uns, wie wir auf sie und entfachte bei uns das Feuer. Mit allerlei kreativen Zutaten machten wir uns ans Werk.

Mit dem Motto: „Alles ist erlaubt“ erarbeiteten wir die ersten Ideen durch Brainstorming, Recherche sowie Marktanalyse. Teamwork in einem dreier Team hat klare Vorteile: gute Diskussionen, die unheimlich wichtig in einem gestalterischen Prozesses sind, kein Unentschieden und dadurch auch keine Verlängerungen in diesem kreativen Spiel. Mit den unterschiedlichsten Kreativtechniken, guter Musik, viel Humor, sowie einer ganzen Menge Nervennahrung ließ sich jede Herausforderung meistern, sowie sämtliche Kreativlöcher beseitigen.

Einer der schwierigsten Schritte war die Namensfindung. Was umschreibt die Kernaussage der Messe, ist leicht verständlich und – ganz wichtig – was gibt es noch nicht? Es ist einfacher, einem Kind einen Namen zu geben, denn dieses kann nicht verklagt werden, nur weil es Peter heißt.

Nach langen Tagen und Nächten standen insgesamt zehn Vorschläge zur Präsentation bereit, die wir allerdings vor einem neuen Kundengesicht präsentieren werden. Iris Krause kam auf uns zu und wusste genau wer wir sind. Schon bei der Begrüßung wurde uns klar, dass hier „Miss Super-Sympathisch 2“ vor uns stand; Iris Krause, eine Frau mit Visionen. Nach der Präsentation hatte auch sie bereits ihre Favoriten. Nun lag es in den Händen vom Vorstand des Vereins, diesem Favoriten-Vorschlag zuzustimmen.

Während des Wartens auf die Namensentscheidung wurde unser Kreativcamp durch einen Wasserohrbruch geflutet. Als Laptop und unsere Ideenskizzen uns entgegenschwammen, entschlossen wir uns, ohne Laptop und Internet zu einem Kurztrip nach Venedig, um die Zeit der Namensentscheidung sinnvoll mit neuen Inspirationen zu nutzen. Kaum wieder in Bremen angekommen, erhielten wir die Nachricht, dass es ein Battle zwischen den beiden Namen „Visionstep“ und „Zukunftskiste“ geben wird. Unser Favorit war klar. Die Entscheidung fiel letztendlich auf unsere Wunschvorstellung „Zukunftskiste“.

Als nächstes kam das Erscheinungsbild an die Reihe: Wie soll der neue Name in Schrift und Bild auf einer Plakatreihe aussehen? Wir hatten sofort einige Bilder im Kopf und fingen an, die ersten Ideen auf Papier festzuhalten. Am Anfang sind bei uns keine Grenzen der Kreativität für die Bildsprache gesetzt, was bedeutet, dass wenn es am Anfang nicht absurd klingt, daraus nichts werden kann. So schafft man neue Ideen. Danach gilt es, erst die Ideen zu überprüfen und zu schauen, ob die Vorstellungen realisierbar sind. Konzeptionelles Arbeiten, Skribbels und Moodboards ordneten nach und nach unsere Gedanken.

Jede Reihe die wir anfertigten, kam unseren Vorstellungen näher, es ließ uns einfach nicht mehr los. Wir entwickelten eine richtig enge Beziehung zur Messe und deren Karrierestartern – auch interviewten wir unsere Zielgruppe – was wünschen sie sich für ihre Zukunft und worauf kommt es ihnen an? Dieses half uns bei unserer Entscheidung. Während der Tüfteleien um die Plakatgestaltung saßen uns diverse andere Projekte und Jobs im Nacken. Eine 80 Stunden Woche?! Darüber konnten wir zu dem Zeitpunkt nur lachen, alles war auf Endpräsentation gepolt. Natürlich musste der innere Schweinehund dafür öfter überwunden werden, jedoch wussten wir genau wofür wir es tun und können am Ende sehr stolz auf uns sein.

Nach ein paar Wochen stand die zweite Kundenpräsentation an. Nochmal schnell den Text und die Präsentation durchgegangen, durchgeatmet und gestartet. Wieder einmal im kleinen Kreis. Iris Krause war gekommen und gespannt darauf, was sie an diesem Tag zu sehen bekommen würde. Wir waren mindestens genauso gespannt, was sie von unseren Plakatreihen hält. Die Entscheidung fiel, woraufhin wir uns sofort an die Ausarbeitung setzten und das Plakat und den Flyer druckfertig machen konnten. Abschließend beschäftigten wir uns mit dem Begrüßungswort der Beilage vom Weserkurier, welche in 500.000 Haushalte verteilt wurde.

Ende August war es dann schön zu sehen, dass die Plakate für zwei Wochen in der Stadt Bremen hangen.

Auch nach diesem Projekt bleibt unsere Zusammenarbeit mit Iris Krause und der Zukunftskiste weiterhin bestehen. Denn damit die Zukunftskiste eine runde Sache wird, muss das Design auch auf weitere Medien übertragen werden.

Links zu den Veröffentlichungen:

job4u: Drei Damen mit Visionen, Neues aus der Ideenküche, Ende in Sicht

 

 


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Autor: Kunstschule Wandsbek

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Die Kunstschule Wandsbek in Hamburg und Bremen ermöglicht es Kommunikationsdesign zu studieren.

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