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Bill Yom – Von Wandsbek nach Seoul

Veröffentlicht am: 10 Dezember 2017

Bill war einer der ersten Absolventen der Kunstschule Wandsbek. Im Jahre 2001 hat er seinen Abschluss bei uns absolviert und seitdem eine steile Karriere aufs Parkett gelegt. Nach einigen Arbeiten für die größten Unternehmen und Marken der Welt, ist er nun bei CHEIL HQ in Seoul, Korea, Executive Creative Director. Wir haben ihn nach all den Jahren mal kontaktiert, um uns ein bisschen auszutauschen und zu erfahren, wie es ihm denn so ergangen ist.

Alex und Rico:
Hallo Bill, du warst einer unserer ersten Absolventen, wie erinnerst du dich an deine Studienzeit zurück?
Bill:
Insgesamt hatte ich eine tolle Zeit an der KW. Die Stufe war ein bunter Haufen aus unterschiedlichen Charakteren, die sich toll verstanden haben. Zusammen haben wir gelitten, wenn es darum ging seinen eigenen Namen, in feinster Ziehfederkunst, zu typografieren und zeitgleich gelacht, wenn Helge Petersen uns dabei seine Old School Anekdoten erzählt hat. Eigentlich toll, wenn ich so darüber nachdenke… eine kreative Schaffenszeit, in der Mac keine grosse Rolle gespielt hat, sondern mehr das buchstäbliche Handwerk.
Alex und Rico:
Wo hat dich dein Weg nach der KW so hingeführt?
Bill:
Direkt nach der KW ging es in eine der angesagten Agenturen, um Fuss in die Werbewelt zu fassen. Elephant Seven dann Springer & Jacoby, Philipp und Keuntje, Jung von Matt, KNSK, BBDO/Interone, Serviceplan Deutschland/Korea und nun bei CHEIL HQ in Seoul, der Größten In-house Agentur von Samsung International.
Alex und Rico:
Wusstest du schon vor dem Studium wo du hin willst oder hat sich das alles während dem Studium oder ggf. sogar danach ergeben?
Bill:
Ich wusste, dass ich in einer kreativen Agentur der Top 3 arbeiten wollte, um auf grossen Kunden arbeiten zu können. Marken wie BMW, Mercedes, Samsung oder Nike haben einfach die Ausstrahlung und auch die Möglichkeiten auf Sichtbarkeit und Kreativität einer Kampagne. Damals hätte ich mir nie vorstellen können, dass ich jemals in einer hohen Position in Seoul sitzen und international auf Samsung oder anderen Kunden arbeite würde. Das alles hat sich aber alles mehr oder weniger zufällig ergeben, da ich meistens gefragt wurde, ob ich hier und da arbeiten möchte.
Alex und Rico:
Kannst du unseren Studis oder zukünftigen einen Tipp mit auf den Weg geben, für das Studium oder den Weg in die Arbeitswelt danach?
Bill:
Ja klar. Geht in eine grosse/kreative Agentur um Euer Wissen auszubauen und zu lernen. Lernt wie man eine Idee vom Anfang bis zum Ende durch exekutiert mit all den Hoch und Tiefs des Agentur Alltags. Die ersten Jahre in der Berufswelt sind die wichtigsten, um sein eigenes Profil zu kreieren und schärfen. Investiert Zeit in eigenen Ideen jenseits vom langweiligen Briefings und nimmt an Awards Shows teil, um euch auszutoben. Darüber hinaus lernt die Leute in der Agentur kennen, um Euer Netzwerk auszubauen. Schliesslich ist Werbung ein “People’s Business”. Ohne die Leute von einer meiner ersten Agentur wäre ich jetzt nicht hier, wo ich jetzt bin.
Alex und Rico:
Wie war es den Weg in ein anderes Land und eine andere Kultur zu bestreiten? Ist Design universell oder Kulturenabhängig?
Bill:
Als Koreaner mit Deutschen Wurzeln war es vielleicht einfacher als für andere, aber dennoch war es nicht einfach. Die Denkweise und Arbeitsweise in Korea und Asien ist einfach anders, und so sind auch die Leute. Generell sollte jeder die Möglichkeit nutzen international zu arbeiten, die Chancen heutzutage sind weitaus “einfacher” als damals zu meiner Zeit, als das Internet noch auf AOL CD ROMs als Beileger gab. Design hat schon kulturbedingte Aspekte, aber am Ende des Tages ist das nicht schlimm, sondern von Vorteil, wenn man internationale Denkweisen in ein Design-Prozess mit einbringen kann.
Alex und Rico:
Kann man mehr von dir sehen oder erfahren?
Bill:
Einfach googlen.


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Autor: Alex und Rico

Alex und Rico

Moin, wir sinds, die PR-Jungs der Kunstschule Wandsbek Hamburg. Wir studieren beide zur Zeit an der KW im zweiten beziehungsweise dritten Semester und dürfen euch nebenbei noch ein bisschen auf dem laufenden halten, in Bild und Sprache, was gerade so bei uns an der KW passiert. Alex ist schon seit längerem Hobbyfotograf und seit geraumer Zeit nun auch so fast richtig Profimäßig unterwegs. Und Rico, nun ja, Rico schreibt halt ein bisschen was zu den Aufnahmen. Auch schon so fast halbwegs Profimäßig..

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