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Die digitale Kunstwelt in Zagreb

Veröffentlicht am: 8 Juni 2018

Ulf Kaestner ist im vierten Semester der Kunstschule Wandsbek und hat in der digitalen Illustration seine Leidenschaft gefunden. Aus diesem Grund war er dieses Jahr auf dem IFCC in Zagreb, Kroatien. Wie er darauf gekommen ist und was das überhaupt ist, das erfahrt ihr in seinem kleinen Festivalbericht:

Seit 2015 besuche ich regelmäßig Workshops im Bereich Concept Art, Illustration und Design. Mein Fokus lag dabei immer auf digitaler Kunst, wobei das Angebot in Deutschland leider recht limitiert war. 2015 habe ich dann über einen Bekannten aus meinem Freundeskreis von einem Workshop von Schoolism in Berlin erfahren. Geleitet wurde dieser damals von Stephen Silver (Lead Character Designer unter anderem für Kim Possible und Danny Phantom) und Paul Lasaine (Production Designer und Matte Painter, bekannt für Herr der Ringe, Boxtrolls etc). Zusammengefasst war es eine sehr positive Erfahrung die mir deutlich gemacht hat, dass ich definitiv in dieser Branche arbeiten möchte. 2017 war dann mein erstes IFCC nachdem ich es das Jahr zuvor noch verpasst hatte. Auf die Empfehlung bin ich ebenfalls durch einen Freund aufmerksam geworden. Während die Workshops zuvor lediglich über ein bis zwei Tage gingen, geht das IFCC über eine ganze Woche und bringt viele Persönlichkeiten aus der gesamten Branche zusammen. IFCC steht im Übrigen für Independent Festival of Creative Communication und rühmt sich schon seit Jahren damit komplett ohne Sponsoren auszukommen. Mit Ausnahme von Ständen von Wacom und Artstation, die jedes Jahr in der Lobby des Kinos sitzen, wo der Großteil der Veranstaltung stattfindet.
Die Kernintention des IFCC besteht im Grunde darin, Menschen aus kreativen Feldern aller Art zusammen zu bringen und ihnen die Möglichkeit zu geben sich auszutauschen, ihre Arbeiten vorzustellen und Zugang zu Art Direktoren und Leuten aus dem Personalbereich zu bekommen, welcher anderswo selten so persönlich sein könnten. Das Programm um welches sich dieser soziale Aspekt abspielt besteht aus Talks von Industrie Profis aus den Bereichen Film, Spiele, traditioneller Kunst oder auch Bildhauerei, welche Montags bis Samstags zwischen 10:00 und 18:00 Uhr gehalten werden. Nach den Talks gibt es dann um die Ecke vom Kino Europa, dem Veranstaltungsort, eine Bar, die für uns bis in die frühen Morgenstunden offen bleibt und einen so genannten „Art Park“ mit Getränkestand und Sitzmöglichkeiten für eine angenehme Atmosphäre in der man sich austauschen kann.
Ich selbst war hauptsächlich zum Netzwerken dort. Da die Kunstwelt in der Unterhaltungsindustrie einen kleinen Kern besitzt, ist es wichtig sich diesem nach Möglichkeit anzuschließen. Es geht eben schon darum sich einen Namen zu machen – und wie ginge das besser als sich direkt bei den Leuten vorzustellen, deren Ziel es ist, jemanden wie dich einzustellen? Riot, Axis und Wargaming sind nur ein paar der größeren Namen die dieses Jahr jemanden aus ihrer Human Resources Abteilung auf dem Festival hatten und meistens weiß man gar nicht wer gerade vor einem steht, bis man fragt was eigentlich ihr Job in der Industrie ist.
Das IFCC ist auf jeden Fall selbst für den unerfahrenen Künstler, Coder, Designer, oder kreativen Kopf, mindestens eine große Inspiration! Selbst wenn es nicht für einen Job reicht, ich würde jedem an unserer Schule empfehlen nach Karten für nächstes Jahr Ausschau zu halten.

 

Homepage vom IFCC

Text und Bilder von Ulf Kaestner


Autor: Alex und Rico

Alex und Rico

Moin, wir sinds, die PR-Jungs der Kunstschule Wandsbek Hamburg. Wir studieren beide zur Zeit an der KW im zweiten beziehungsweise dritten Semester und dürfen euch nebenbei noch ein bisschen auf dem laufenden halten, in Bild und Sprache, was gerade so bei uns an der KW passiert. Alex ist schon seit längerem Hobbyfotograf und seit geraumer Zeit nun auch so fast richtig Profimäßig unterwegs. Und Rico, nun ja, Rico schreibt halt ein bisschen was zu den Aufnahmen. Auch schon so fast halbwegs Profimäßig..

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