Tobias trifft den Nagel auf den Kopf!

Veröffentlicht am: 12 Juni 2016

Über einen Hinweis zu einem Wettbewerbsvoting sind wir auf das Etsyprofil von Tobias Mittmann aus Bremen aufmerksam geworden. Hier finden sich viele ausgefallene Kreationen des jungen Kreativen. Wir haben ihn zum Interview gebeten.

Mia:
Tobias, erzähl doch mal. Was für Designobjekten widmest du dich am liebsten?
Tobias:
Naja, allen .. Vieles ergibt sich aus dem eigenen Bedarf heraus. Also wenn ich mir denke „Ich hätte gerne ein neues Sofa“, dann bau ich mir ein neues Sofa. Tendenziell mag ich Dinge etwas lieber, die auch einen tatsächlichen Nutzen haben. Sofa = Sitzen, Uhr = Zeitansatge, Leuchte = Licht.
So ein reines Bild oder Deko-Objekt ist natürlich auch nicht zu verachten. Aber trotzdem, wenn es nicht nur gut aussieht, sondern auch was kann, dann gefällt es mir immer am besten.

Mia:
Du hast an der kw studiert. Von wann bis wann und welches Fach hat dir bei der Entwicklung deiner Arbeiten am meisten geholfen?
Tobias:
Ich war von 2010 bis 2014 an der KW. Konkret, wenn es um Produktdesign geht, hat mir natürlich das gleichnamige Fach am meisten geholfen. Aber wenn man seine eigenen Sachen dann auch noch vermarkten will, kommen praktisch alle anderen Fächer dazu – passende Werbetexte schreiben, einen Flyer gestalten, die Sachen abfotografieren, Visitenkarten und Rechnungen…
Und das ist letztlich das Spannende. Man ist praktisch sein eigener Auftraggeber. Einerseits ist das ganz gut, weil man mutiger sein kann. Andererseits ist man vielleicht auch etwas betriebsblind.

Mia:
Wie bist du auf die Idee gekommen deine Werke zu verkaufen und wieviel Anklang finden sie?
Tobias:
Konkret angefangen hatte es mit einer Leuchte in Produktdesign. Da hätte es mich einfach geärgert, wenn das alles benotet wird und dann irgendwann in den Akten verstaubt. In Bremen gab es dann eine neue Handarbeitsmesse namens „deine eigenart„. Von der Standgebühr her war die noch vertretbar und da dachte ich mir dann „warum eigentlich nicht?“.
Das Feedback war dann wirklich überwältigend. Da kamen dann so Zitate zu stande wie „ich laufe jetzt mit Gänsehaut rum, wegen dieser Lampen“, „Das ist der erste Stand, den ich richtig richtig gut finde“, „Muss ich meinem Mann zeigen, auf was die Jugend heute alles so kommt“. Von daher…Anklang finden meine Sachen wohl. Ein Problem ist nur noch, dass die Leute viel gucken und ganz begeistert sind, aber…am Ende einfach nicht zuschlagen.
Aber auch daraus resultiert dann eigentlich wieder, dass ich mir Gedanken drum mache, was eher „Mitnahmeartikel“ sein könnten und komme so auf neue Ideen und Pläne.

Mia:
Wie können wir dich bei dem Wettbewerb unterstützen und was gibt es zu gewinnen?
Tobias:
Als Gewinn soll der eigene Shop bzw. die Markte gefördert werden. Einerseits „ganz platt“ mit Geld – bis zu 5000€ beim Publikumspreis. Andererseits gibt es diverse Features von Etsy auf Facebook, Instagram, oder deren Blog. Und das ist vielleicht der nachhaltigere/wervollere Teil des Gewinns, weil man dadurch wirklich gesehen wird.

Wer mich unterstützen will, kann liebend gerne noch bis zum 14. Juni 2016 für mich Abstimmen
https://etsyawards.com/de/Finalist-32/HerrMittmann
https://etsyawards.com/de/Finalist-33/HerrMittmann
Und wer will, könnte die Info vielleicht sogar selber noch mal bei Facebook o.ä. Teilen.

Aber tatsächlich freut es mich einfach schon, überhaupt so weit gekommen zu sein. Das ist ungeheure Motivation, erst recht, wenn man nicht damit rechnet.

Mia:
Werden wir zukünftig noch mehr Designobjekte von dir sehen und wo können wir diese bestaunen?
Tobias:
Ich hoffe doch!
Da ich das Ganze nur nebenbei mache, habe ich fast mehr Skizzen als fertige Produkte. Aber Stück für Stück kommt immer was dazu.

Ansonsten bin ich auf fast allen Kanälen vertreten. Die wichtigsten sind wohl:
www.facebook.com/HerrMittmann
www.instagram.com/herrmittmann/
www.herrmittmann.de

Vielleicht noch als Motivation für andere: Einfach mal machen.
Klar kostet ein Messestand Zeit und Geld, genauso wie der Bau eines Prototypen. Aber wenn man von einer Idee überzeugt ist, dann sollte man ihr auch nachgehen. So lange man nicht davon Leben muss, hat man sogar einen Vorteil. Wenn etwas nichts wird, oder nicht gut ankommt, dann ist das halt so. Oder aber man hat das Glück und gewinnt Preise damit. Schlauer ist man immer hinterher


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Autor: Miriam Wagner

Hi, mein Name ist Mia. Ich hab von 2009 bis 2013 an der kunstschule wandsbek studiert und schon während meines Studiums an der kw als PR gearbeitet. Jetzt, nach meinem Abschluss, bin ich wieder zurück und freue mich wieder als rasende Reporterin unterwegs zu sein. Ihr findet mich auch auf meiner Website.